Eingeladener städtebaulicher Wettbewerb 2010
Stadt Aschaffenburg
Mario Abel, Oliver Bormann, Michael Koch, Antonio Quesada, Simone Risse, Maresa Schumacher

Das Plangebiet in Nilkheim zeigt sich heute als langsam verwildernde Agrarlandschaft. Geprägt wird sie durch eine Jahrhunderte alte Parzellenstruktur, Feldwege und Obstwiesen. Diese Elemente der alten Agrarstruktur machen den Charakter des Areals aus, geben ihm eine
besondere Identität. Umso wichtiger ist es, das Vorhandene als Ressource einer kommenden Entwicklung zu nutzen, damit eben nicht ein Neubaugebiet auf der „grünen Wiese“ entsteht, sondern ein Ort, der von den gewachsenen Qualitäten profitiert.

Die Neuplanung des Stadtteils soll nicht bestimmt sein von einer Verdrängung der Landschaft durch die Stadt, sondern von der Idee der gegenseitigen Durchdringung und Überlagerung. Zunächst geschieht das durch Festschreiben der Bereiche,
die nicht überplant werden sollen. Besonders dichte Bauminseln werden aus dem Bauland „ausgeschnitten“. Sie bilden Freiraumfelder im Siedlungsraum, umgeben von einem parkähnlich genutzten Randbereich.
