Mehrfachbeauftragung 2009
Stadt Wolfsburg
lad+ Landschaftsarchitektur Diekmann, Hannover
Mario Abel, Oliver Bormann, Michael Koch, Antonio Quesada, Maresa Schumacher

Der Stadtkörper Wolfsburgs liegt eingespannt zwischen zwei gegensätzlichen Landschaftsräumen: eine eher künstlich angelegte, „aktive“ (Freizeit-)Landschaft im Norden mit der Autostadt und dem Allerpark, im Süden die topographische Erhebung des Klieversbergs mit einer eher ruralen, „ruhigen“ Ausprägung.
Die „Koller-Achse“ verbindet diese beiden charakteristischen Freiräume quer durch die Stadt. Die künftige Bildungslandschaft liegt am Fuße des Klieversbergs, an der Schnittstelle zwischen Stadt- und Landschaftsraum. Hier grenzt das heterogene städtische Gefüge an der Heinrich-Heine-Straße an eine „Stadtlandschaft“ im Scharoun’schen Sinne.

Jeder Teil der Bildungslandschaft findet Platz in einem eigenen, charakteristischen Baukörper mit zugeordneter Freifläche. Jedes Haus trägt eine eigene Handschrift mit eigener „Adresse“ und ist doch lesbar als Teil des Campus-Ensembles. Eine spannungsvolle Abfolge gefasster Höfe und Plätze bildet eine „innere Oberfläche“ mit
unterschiedlicher Gestaltung und Aneigungsmöglichkeit. Der Charakter ist nicht der eines geschlossenen introvertierten Schulbaus, sondern der einer frei durchwegbaren, eher öffentlichen Anlage mit Kontakt zu den umliegenden Quartieren.
