Ideenkonkurrenz 2008
Stadt Köniz
lad+ Landschaftsarchitektur Diekmann, Hannover
ibv Willi Hüsler AG, Zürich
Mario Abel, Oliver Bormann, Christoph Durban,
Carine Kandjee, Michael Koch, Maresa Schumacher

Köniz präsentiert sich ambivalent und vielschichtig: kompaktes historisches Dorf trifft auf großmaß- stäbliche Zweckbauten, alte Weiler trotzen als Enklaven ruraler Idylle der Dorftransformation, bedrängt von Einfamilienhaus-besetzten Periphärstrukturen. In dem unmittelbaren Aufeinandertreffen von Urbanität und Ländlichkeit, Siedlungsstrukturen und offenem Freiraum liegt die besondere Qualität von Köniz.
Um das Areal Rappentöri bündelt sich fast exemplarisch das Spektrum verschiedener Stadt- und Freiraumelemente: historisches Schloßensemble, Dorfkern, Einfamilienhäuser, sowie zentraler Platz, Friedhof, Weiden/ Wiesen, Schrebergärten. Das Areal selbst liegt als ruhige, unbespielte Fläche inmitten dieser differenzierten und „programmierten“ Umgebung.

Rappentöri als Ausläufer des Köniztals: das Areal (der "Talboden") bleibt weitgehend leer; die relativ weite, offene Fläche wird als Qualität festgeschrieben. Entlang der Straße schreibt ein „urbanes Band“ die Talkante fort: in diesem Bereich konzentriert sich sämtliche Bebauung, inklusive möglicher Gartenparzellen.
Die Bebauung bildet eine klare (Tal-)Kante und zeichnet gegenüber dem Freiraum eine „Küstenlinie“ ab, aus welcher sich einzelne Gärten und Terrassen wie Stege in die "Talweide" schieben können. Das Szenario lebt von der Kontrastierung relativ dichter Bebauung und offener Fläche, intensiver (urbaner) Gestaltung und Nicht-Eingriff.
