Teuchelweiher Winterthur

Städtebauliches Entwicklungskonzept 2006

Auftraggeber

Stadt Winterthur

Landschaftsarchitektur

w+s Landschaftsarchitekten, Solothurn

Verkehrsplanung

ibv Willi Hüsler AG, Zürich

Projektteam

Mario Abel, Oliver Bormann, Michael Koch,
Christoph Packhieser, Martin Schröder,
Maresa Schumacher


Eine offene Planung

Die erste Begegnung mit dem Gebiet Teuchelweiher offenbart eine städtische Randzone, die man gleichsam als Gegenstück zum historisch gewachsenen Zentrum bezeichnen könnte: Unweit der Altstadt gelegen ist das Areal geprägt durch eine Überlagerung vielfältigster Raumeindrücke, ein Patchwork aus lose gefügten Siedlungsteilen, Gewerbehallen, solitären Architekturen, seltsamen Artefakten, immer wieder durchsetzt mit Brachen

 

 

und Wiesen und durchzogen durch kanalisierte Bachläufe. Nichts scheint sich wirklich zu fügen: Der Eindruck einer beliebigen Gewerbezone kontrastiert mit dem parkartig wirkenden Baumbestand, eine ländliche Illusion liegt wie ein Schatten über dem Gebiet und schafft ein irritierendes Moment, das über den banalen Ersteindruck hinausweist. Ein Ort von extremer Heterogenität, der scheinbar unvereinbares auf engstem Raum versammelt.

 


Themen

Für die einzelnen Schollen werden inhaltliche Schwerpunkte im Sinne eines thematischen „brandings“ beschrieben. Die bestehenden Eigenschaften der Schollen werden dabei aufgegriffen und interpretierend zugespitzt.

 

Schollen
Die Räume zwischen den linearen Elementen der Strassen und Wege werden im Sinne des Gebietscharakters als eigenständige Schollen interpretiert, die sich deutlich voneinander abgrenzen. Es gibt im gesamten Gebiet keine

 

 

benachbarten Schollen mit gleicher Nutzung oder Struktur. Das Areal wird in seiner Entwicklungsperspektive als vielfältiges Mosaik unterschiedlicher Raumeindrücke gelesen.

 

Netze
Im Gegensatz zur extremen Vielfältigkeit der einzelnen Baugevierte bilden die Strassen, Wege und Bäche ein kontinuierliches Grundgerüst, welches das Gebiet als ruhiger Zwischenraum auf eigenständige Weise prägt.