Testplanung 2004
Stadt Uster
Raderschall AG, Meilen
Niederer + Pozzi, Uznach
Mario Abel, Oliver Bormann,
Christoph Packhieser, Martin Schröder

Hochwasser wird in der Regel als Problemstellung, die durch technische Eingriffe reguliert wird, begriffen. Der Fluss wird dabei in vielen Fällen dem Kontext entzogen. Schrecken und Schönheit. Die Amplituden des Wasserstandes und die vermeintliche Gefahr einer Überschwemmung - ein ferner Nachklang von Wildnis und nicht
domestizierter Natur. Der Bach als dynamisches Element im Stadtraum wird zum Leitmotiv einer Neuinterpretation: Ein Verlauf wechselnder Stadtansichten zwischen Harmonie und Dramatik, Hektik und Ruhe, Natur und Kunst. Der Aabach schafft neue Ansichten von Uster. Er wird zum Hauptdarsteller neuer Events.

Das neue Bachprofil wird den hydraulischen Anforderungen entsprechend verändert. Über die ingenieurtechnische Massnahme hinaus soll aber versucht werden, den steigenden und fallenden Wasserstand an mehreren Stellen der Stadt erlebbar zu machen und das Hochwasser und Niedrigwasser als Event im Stadtraum zu feiern. Höher, breiter, tiefer, langsamer. Um den Anforderungen an Hochwasserschutz
und Ökologie gerecht zu werden, stehen als technische Lösungsansätze mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Diesen Methoden wird jeweils eine eindrückliche Metapher, ein archaisches, übersteigertes Bild zugeordnet, welchem bestimmte räumliche Charakteristika eingeschrieben sind: Deich, Klamm, Schwemmland.
